Das JavaScript-Handbuch. Programmer's Choice - Einführung, Praxis und Referenz

Das JavaScript-Handbuch. Programmer's Choice - Einführung, Praxis und Referenz

von: Ralph Steyer

Addison-Wesley Verlag, 2010

ISBN: 9783863247102

Sprache: Deutsch

962 Seiten, Download: 29415 KB

 
Format:  PDF, auch als Online-Lesen

geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop

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Das JavaScript-Handbuch. Programmer's Choice - Einführung, Praxis und Referenz



Teil V APIs, Frameworks & Toolkits (S. 802-803)

24 Frameworks, Toolkit und APIs


Im fünften Teil des Buchs wollen wir uns um Frameworks, Toolkits und APIs kümmern, die im Umfeld von JavaScript bzw. der Erstellung von modernen RIAs im Allgemeinen anzusiedeln sind. Nun kann man solche zeitgemäßen Webapplikationen mit einem ausreichenden Wissen in den Grundlagentechniken HTML bzw. XHTML, JavaScript, CSS und gegebenenfalls noch XML bzw. JSON durchaus »von Hand« erstellen. Und das ist in vielen Fällen gar nicht der schlechteste Weg. Insbesondere die Programmierung mit JavaScript steht ja im Fokus dieses Buchs und wir haben gesehen, was man damit machen kann. Aber Sie können eben auch Ihre Webseiten mit Hilfe von Frameworks, Toolkits und vorgefertigten APIs erstellen bzw. erweitern und perfektionieren.

24.1 Was versteht man unter den Definitionen Framework, Toolkit und API? Klären wir zuerst die Definitionen der Schlagwörter selbst.

24.1.1 Framework vs. Toolkit

Was genau ein Framework ist und wie es sich von dem Begriff Toolkit unterscheidet, ist nicht standardisiert. Sowohl eine verbindliche Definition als auch eine Abgrenzung sind gar nicht so einfach. Allgemein versteht man jedoch unter einem Framework ein Programmiergerüst, das bestimmte Funktionalitäten bereits bereitstellt. Ein Framework ist selbst jedoch noch kein fertiges Programm, sondern stellt den Rahmen (Frame) zur Verfügung, innerhalb dessen ein oder mehrere Programmierer eine Anwendung erstellen.

Ein Framework beinhaltet in der Regel eine Bibliothek mit nützlichen vorgegebenen Codestrukturen, legt aber – im Gegensatz zu einer reinen Bibliothek – auch eine Steuerung von Verhaltensweisen bei der Verwendung der Features aus der Bibliothek fest – ein Regelwerk. Bei einem Toolkit steht mehr eine Sammlung von Programmen und Features bzw. Tools im Fokus, die aber durchaus auch auf spezifischen Bibliotheken aufsetzen können.1 Diese Tools werden etwa eine Erstellung oder Gestaltung einer Webseite erlauben oder erleichtern und damit meist auch die spezifischen Bibliotheken im Hintergrund einsetzen.

Oft stellt ein AJAX- oder Web-Toolkit (oder auch ein Framework – das ist wie gesagt schwer genau zu trennen) sogenannte Widgets bzw. Komponenten zur Verfügung. Dabei handelt es sich in der Regel um Elemente, aus denen eine grafische Benutzerschnittstelle (UI – User Interface oder GUI – Graphical User Interface) zusammengesetzt wird. Mit HTML bzw. XHTML kann man zwar problemlos einfache Elemente wie Schaltflächen, Texteingabefelder, Labels, Überschriften, Formulare oder Tabellen generieren.

Aber es gibt insbesondere im Bereich von Desktopapplikationen komplexere UI-Elemente, die ohne den Einsatz von CSS und/oder JavaScript bzw. zusätzlichen Bibliotheken nicht von einem Browser unterstützt werden, beispielsweise Eingabefelder zur qualifizierten Datums- und Zeiteingabe, Eingabedialoge für Farben, Editoren für Rich Text, Baumstrukturen, Menüs, sortierbare Tabellen etc. Mit Widgets werden solche komplexeren UI-Elemente RIAs auf einfache Weise verfügbar gemacht.

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