ALBA: Machtpolitisches Instrument von Hugo Chavez oder solidarische Alternative zur neoliberalen ALCA?

ALBA: Machtpolitisches Instrument von Hugo Chavez oder solidarische Alternative zur neoliberalen ALCA?

von: Enrico Feidler

GRIN Verlag , 2012

ISBN: 9783656178019

Sprache: Deutsch

30 Seiten, Download: 256 KB

 
Format:  EPUB, PDF, auch als Online-Lesen

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ALBA: Machtpolitisches Instrument von Hugo Chavez oder solidarische Alternative zur neoliberalen ALCA?



Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Mittel- und Südamerika, Note: 1,0, Universität Passau, Sprache: Deutsch, Abstract: Kritik am Neoliberalismus wird immer lauter. Doch scheint es an ernstzunehmenden Alternativen zu fehlen, will man Politiker/innen aller Couleur Glauben schenken, die dem TINA-Prinzip verfallen sind. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden das 'Ende der Geschichte' und damit der endgültige Triumph der liberalen Demokratie und der Marktwirtschaft westlicher Prägung verkündet. Doch in Lateinamerika präsentiert sich eine weitere Alternative zum neoliberalen Modell: Im Rahmen seiner explizit gegen den Neoliberalismus gerichteten Bolivarianischen Revolution beruft sich Venezuelas Präsident Hugo Chavez auf das Konzept eines Sozialismus des 21. Jahrhunderts, das die Abkehr von Dogmatik und kapitalistischem Einheitsmodell verspricht. Besonders interessant ist hierbei die auf internationaler Ebene von Venezuela initiierte ALBA (Alternativa Bolivariana para las Américas), da sie unter den zahlreichen regionalen Integrationsprojekten in Lateinamerika dem Neoliberalismus und der Vormachtstellung der USA die deutlichste Absage erteilt. ALBA steht dabei für Chávez' Vision einer auf Kooperation statt Konkurrenz basierenden, solidarischen Integrationsform, die auf eine multipolare Weltordnung hinarbeitet. Da der Erfolg von ALBA mit Chávez' Wille und Fähigkeit zur Verwirklichung seiner Vision steht und fällt, stellt sich folgende Frage: Bleibt der venezolanische Präsident bei der Umsetzung von ALBA seiner Rhetorik treu oder dient sie lediglich als Instrument zur Durchsetzung machtpolitischer Interessen? Ziel der Arbeit ist es, das Verhältnis zwischen Vision und Wirklichkeit im Handeln Chávez' in Bezug auf die ALBA zu untersuchen, um somit Rückschlüsse darauf ziehen zu können, ob die Motivation zu diesem Projekt primär ideologisch oder machtpolitisch begründet ist. Zu diesem Zeck wird zunächst historisch beleuchtet, wogegen die Bolivarianische Alternative als Gegenmodell antritt. Die Grundsätze der ALBA werden in Kontrast zum US-amerikanischen Vorschlag einer Gesamtamerikanischen Freihandelszone (ALCA) vorgestellt, bevor die Umsetzung dieser Vision anhand verschiedener konkreter Initiativen und Politikmuster analysiert wird. Im Zentrum des Interesses stehen hierbei Kooperationsprogramme im Rahmen von ALBA, das Verhältnis zwischen 'Petropolitics' und sozialen Projekten sowie die Wahl von Kooperationspartnern innerhalb sowie außerhalb der Bolivarianischen Alternative.

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